Oliver Armknecht / film-rezensionen.de   |    Friday, der 13. April 2018

Blogger-Reviews: DIE FRAU HINTER DER WAND, TREPPE AUFWÄRTS, WEATHER HOUSE

Zwischenstopp: Seit dem 11. und noch bis zum 18.April 2018 läuft das ACHTUNG BERLIN Filmfestival: Wer es etwa heute oder Sonntagabend nicht mehr ins Kino schafft, um WEATHER HOUSE zu sehen, kann den Film ab Montag im ACHTUNG BERLIN-Playlist auf realeyz.de schauen! Anlässlich der Vorab-Review von film-rezensionen.de und den letzten Spieltagen des Filmfestivals werfen film-rezensionen.de und wir mit drei Empfehlungen einen kurzen Blick in die vergangenen Jahre des Festivals:

Schreibe eine Review und erhalte einen Gratis-Monat realeyz.de – zum Teilen oder für dich selbst! Hier gibt es mehr Infos: realeyz.de/schreiben-und-schauen


DIE FRAU HINTER DER WAND (2014)
DIE FRAU HINTER DER WAND ist deshalb auch weniger Zuschauern zu empfehlen, die den Alptraum im Alltag suchen, dafür hat die Grundstimmung eine zu surreale Färbung. Wer sich aber genau daran erfreut, wem es mehr auf Atmosphäre als auf Geschichte ankommt, sollte sich den deutschen Genrebeitrag einmal genauer anschauen.

Das mit dem auf eigenen Beinen stehen hatte sich Martin (Vincent Redetzki) wirklich anders vorgestellt. Den Platz an der Uni hat er bekommen, dem Jura-Studium steht theoretisch also nichts mehr im Weg. Praktisch hatte er aber nicht damit gerechnet, wie schwierig es sein würde, in Berlin eine Wohnung zu finden. Als er per Zufall das Angebot erhält, Untermieter von Simone (Katharina Heyer) zu werden, zögert er auch nicht lange. Dass die Wohnung eine Bruchbude ist, nimmt er in Kauf. Und auch dass sein Vormieter Robert plötzlich verschwand. Doch je länger er bleibt, umso mysteriöser wird die Geschichte, vor allem Roberts altes Tagebuch ist mit seinen alptraumhaften Zeichnungen kein besonders schönes Willkommensgeschenk.

Die ganze Rezenison findest du auf hier.

TREPPE AUFWÄRTS (2016)
Aber auch wenn TREPPE AUFWÄRTS ein bisschen zu oft am Zufallsautomaten spielt, ist Mia Maariel Meyer Debüt doch ein sehenswertes Drama über zerstörerische Kräfte und den verzweifelten Kampf dagegen, über gescheiterte Familien und vorsichtige Annäherungen. Das ist in den richtigen Momenten berührend, manchmal auch mit tragischem Witz erzählt.

Das hat Adam (Hanno Koffler) gerade noch gefehlt! Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass sein Vater Woyzeck (Christian Wolff) einen enormen Schuldenberg angehäuft hat, den er nur mühsam als Taxifahrer und Glücksspieler abträgt, da steht auf einmal sein 16-jähriger Sohn Ben (Matti Schmidt-Schaller) vor der Tür. Einerseits ist das schön, schließlich ist der Kontakt seit der Scheidung nur sehr eingeschränkt gewesen. Der Anlass ist es weniger: Ben wurde von der Schule suspendiert und ist von zu Hause weggelaufen. Immerhin bietet sich Adam so endlich die Gelegenheit, das zerrüttete Verhältnis wieder aufzubessern. Nur dass Ben darauf keine Lust hat und seine Zeit stattdessen lieber mit dem Kleinkriminellen Bardo (Patrick Wolff) verbringt.

Die ganze Rezension findest du hier

Und natürlich ab Montag: WEATHER HOUSE (2018)
Als Zuschauer ist WEATHER HOUSE ebenso befremdlich wie faszinierend, furchterregend und doch auch irgendwie erheiternd. Für ein größeres Publikum ist das avantgardistische Werk natürlich nichts. Auch nicht für Menschen, die gerne ihre Schubladen polieren.

WEATHER HOUSE ist so ein Fall, bei dem die größte Schublade an ihre Grenzen stößt. Was bemerkenswert ist, da es hier eigentlich keine Grenzen gibt. Außer denen des Hauses. Manchmal. Drama steht da bei den Genres auf imdb. Eine der nützlichsten Filmschubladen, da man es auf nahezu alles anwenden kann, was Protagonisten hat. Und die hat WEATHER HOUSE ja. Auch wenn man nicht weiß, wer sie sind, was sie da tun, warum sie tun, was sie da tun oder auch nicht tun.

Hier findest du die ganze Rezension.

User Review