realeyz @ all2gethernowrealeyz

     |    Monday, der 6. September 2010
„alltogethernow“ meeting

 Yin Tsan blogged about the all2gethernow panel on the future of music tv (in German):

Musicvideos goes web2.0

“Man darf nicht in die Ignoranz von MTV verfallen.” Denn es geht um Musikvideos. Conrad Fritzsch von tape.tv, einer Online-Musikvideo-Plattform, fordert Modelle, die den User einbezieht. Mit Dr. Lutz Fahrenkrog-Petersen vom Forschungszentrum Popmusik der Humboldt Universität Berlin und dem Online-Portal berlinmusic.tv, Natalie Gravenor von , einem Video-On-Demand-Online-Portal, und Hans Habiger von EYZ Media diskutiert er auf dem a-2-n-camp. Das Panel “Musik+Film+Internet: Berliner Modelle der Mediensynergien” wird von Dr. Ralf Schulze vom Unerhört! Musicfilm Festival moderiert.

Das Format Musikvideo hat in den neuen Medien mit zwei generellen Problemen zu kämpfen: Zum einem die Schwierigkeiten der Musikindustrie, sich im Internet zu bewegen und speziell die Frage, wie Musik im Netz angeboten wird. Und außerdem noch das neue Konsumverhalten von bewegten Bildern. “Fernsehen im klassischen Sinne ist tot”, so Fritzsch.

Derzeit existieren verschiedene Geschäftsmodelle mit der Publikation von Musikvideos. Natalie Gravenor stellt das Video-On-Demand-Portal vor, das im Gegensatz zu klassischen Vertriebswegen auch kleineren Filmproduktionen eine Möglichkeit bietet, zum Zuschauer zu kommen. Im Sinne des web2.0 können auch im Blog Film-Besprechungen statt finden und andere User zum gemeinsamen Filme schauen auf die virtuelle Couch eingeladen werden.

Bei tape.tv ist der Ansatz, TV webfähig zu gestalten. Statt gezielter Nachfrage, wie beim Video-On-Demand, wird der User wieder zum Zuschauer und soll geführt werden. Wenig Aufwand für viel Entertainment.

Einen Fokus auf die Künstler legt Dr. Lutz Fahrenkrog-Petersen: Seine Studenten konzipieren und koordinieren das Programm von berlinmusic.tv. Bei diesem Konzept sollen gerade (bisher) unbekannte Berliner Musiker eine Plattform bekommen.

Einigkeit besteht darin, dass es neue Modelle geben muss. Neue Modelle, die den User leicht durch das (Über-)Angebot im Netz führt. Neue Modelle, die den Künstler vom Musikvideo leben lassen.

Text: Yin Tsan

Photo: Khashayar Motesaref