Eine Berliner Schule für New York

     |    Tuesday, der 19. November 2013

Zur Berliner Schule werden eine Reihe von deutschen Filmregisseuren gezählt, die von Berlin aus arbeiten und ist mit Namen wie Angela Schanelec, Christian Petzold und Christoph Hochhäusler verbunden. Wie die Berliner Zeitung berichtet, ist der sogenannten Berliner Schule ab Ende November diesen Jahres eine erste umfassende Retrospektive im New Yorker MoMA gewidmet.

In der deutschen Film-und Kinoszene wird viel über die Berliner Schule diskutiert. Was ist mit diesem Begriff eigentlich gemeint: eine Künstlergruppe, eine stilprägende Bewegung? Intellektuell herausfordernd und in strengen Bilder kommen die Geschichten der Regisseure der Berliner Schule auf ihr Publikum zu. Dieses ist bei manchem Film recht überschaubar. Publikumserfolge wie Christian Petzolds Filme „Die innere Sicherheit“ oder „Barbara“ sind da eher die erfreuliche Ausnahme. Sind die Filme der Berliner Schule im eigenen Land auch umstritten, erfahren sie doch aktuell als nahezu einzige filmische Richtung aus Deutschland internationale Anerkennung. Sie sind auf den großen Filmfestivals vertreten und werden mit Preisen geehrt.

Der ästhetisch herausfordernde deutsche Film habe in New York schon immer eine Heimat gehabt, meinte der Cheffilmkurator des MoMA Rajendra Roy auf einer Pressekonferenz in Berlin in der Akademie der Künste am Pariser Platz.  In New York gab es bereits Filmreihen des Weimarer Kinos der Jahre 1920 bis 1933 sowie Werkschauen des Neuen (west-)deutschen Films, inklusive Rainer Werner Fassbinder.

 

FrankZ