Diego Armando Maradona- genannt die „Hand Gottes“

     |    Tuesday, der 21. January 2014

Der Film „Die Hand Gottes – Emir Kusturica trifft Diego Maradona“ auf realyz.tv gibt dem mehr oder weniger am Fußball interessierten Zuschauer die Möglichkeit, sich auf das kommende Großereignis dieses Jahres einzustimmen. 2014 wird, da muss man kein Prophet sein, ein Fußballjahr. Die Weltmeisterschaft findet nach 28 Jahren wieder in Lateinamerika- in Brasilien- statt. Das Tournier 1986 in Mexiko wurde vor allem von einem Mann geprägt, dessen Namen danach jedes Kind kannte: Diego Armando Maradona. Was für ein großartiger Spieler er war, wusste man schon vorher, aber vor allem seine beiden spektakulären Tore im Viertelfinalspiel gegen England haben ihn weltbekannt und zu einer Ikone gemacht. Das erste erzielte er, indem er-nicht wirklich regelkonform- den Ball mit seiner Hand ins Tor lenkte. Nach dem Spiel sprach Maradona davon, dass die „Hand Gottes“, dieses Tor erzielt habe. Kurz danach schoss er nach einem Dribbling über das halbe Spielfeld ein weiteres Tor. Dieser Treffer wurde 2002 von der FIFA zum „WM-Tor des Jahrhunderts“ gekürt.

Um die Brisanz des Spieles zu verstehen, muss man sich daran erinnern, dass der Falklandkrieg zwischen England und Argentinien erst vier Jahre zurücklag und die Wunden, die dieser zurückgelassen hatte, kaum verheilt waren. Es ging den argentinischen Spielern, so später Maradona, um nichts weniger als um eine Revanche auf dem Fußballplatz- vor den Augen der gesamten Welt. Argentinien wurde am Ende mit einem überragenden Diego Maradona Weltmeister. Der aus armen Verhältnissen stammende Maradona hat oft seine politische Meinung öffentlich kundgetan. Aus seiner Verehrung für Fidel Castro und Che Guevara, deren Bild er als Tattoo auf dem Körper trägt, hat er ebenso wenig einen Hehl gemacht, wie aus seiner Abneigung und Verachtung für George W. Bush und Margaret Thatcher.

Meisterregisseur Emir Kusturica hat in seinem Film sehr verschiedene Facetten Maradonas eingefangen: seine Freundschaft zu Fidel Castro, seine Drogenexzesse und Frauengeschichten, seine Liebe zu seinen Landsleuten und zu seiner Familie. Bei der Begegnung der beiden charismatischen Menschen wird deutlich:  Kusturica verehrt Maradona und Maradona wohl auch Kusturica…

Wer an anderen faszinierenden Lebensgeschichten interessiert ist, wird auf realeyz.tv fündig. In  „Mr. Untouchable- Der Drogenpate der Bronx“ und  „Im Auftrag des Terrors“ kann man zwei sehr unterschiedlichen Menschen begegnen, deren Leben für Aufsehen gesorgt hat.

Übrigens glaube ich, dass es wieder ein Argentinier sein wird, welcher der kommenden WM in Brasilien seine Stempel aufdrücken wird: er spielt beim besten Fussballclub der Welt FC Barcelona (in diesem Punkt dulde ich keine Diskussion!) und heißt (Trommelwirbel): Lionel Messi!!

FrankZ
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