Chinesische Filme im Wettbewerb der Berlinale

     |    Monday, der 10. February 2014
Bai Ri Yan Huo (Black Coal, Thin Ice)

Bai Ri Yan Huo (Black Coal, Thin Ice)

Im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale ist neben dem deutschen Film das chinesische Kino mit drei Filmen am stärksten vertreten. In ihnen werden auf ganz unterschiedliche Weise Storys aus der jüngeren Vergangenheit und der Gegenwart Chinas erzählt.

Im Stil des Film noir in entsättigten Farben schildert „Bai Ri Yan Huo“ (Black Coal, Thin Ice) einen Kriminalfall mit Folgen: 1999 kommt es in einer Kleinstadt in Nord-China zu schrecklichen Leichenfunden. Bei der Festnahme der mutmaßlichen Mörder sterben zwei weitere Polizisten. Der Polizist Zhang Zili überlebt zwar, wird aber vom Dienst suspendiert. Fünf Jahre später geschehen wieder mysteriöse Morde. Ex-Polizist Zhang nimmt auf eigene Faust die Ermittlungen wieder auf. Dabei macht er eine furchtbare Entdeckung und muss erkennen, dass Schuld und Unschuld nicht immer zu trennen sind.

Tui Na (Blind Massage)

„Tui Na“ (Blind Massage) spielt in einer Massagepraxis in Nanjing. Dort arbeitet Ma, ein junger Mann, der als Kind sein Augenlicht verloren hat. Auch die anderen Beschäftigten teilen sein Schicksal. Der einfühlsam gespielte Film führt den Zuschauer in die Gefühlswelt blinder Menschen und zugleich auch in die Alltagswelt des modernen China: das ist Dr. Wang, der in die unsauberen Geldgeschäfte hineingezogen wird; da ist Yiguang, der seine Sehkraft bei einem Bergwerksunglück eingebüßt hat und Ma mit ins Bordell nimmt. Und da ist die junge Prostituierte Mann, in die sich Ma verliebt.

Wu Ren Qu (No Man´s Land)

In „Wu Ren Qu“ (No Man´s Land) ist die Gier nach Geld das Triebmittel der Geschichte: zwei Falken werden illegal in der Xinjiang-Wüste gefangen und sollen eine Menge Geld einbringen. Recht und Gesetz spielen dabei keine Rolle. Regisseur Ning Hao präsentiert mit No Man’s Land eine bildgewaltige philosophische Parabel auf eine aus allen Fugen geratene Gesellschaft, in der im Kampf um Reichtum und Macht keine moralischen Skrupel mehr gelten.

CHINA BLUE

In China, dass in den vergangenen Jahren einen gewaltigen industriellen Entwicklungssprung erlebt hat, ist das Leben der Menschen von tiefgreifenden Erfahrungen und dramatischen Geschichten geprägt. Davon erzählt auch der preisgekrönte Dokumentarfilm „China Blue“, der den chinesischen Textilarbeiterinnen ein Gesicht und eine Stimme gibt.

Gong Li im ROTE LATERNE

Er ist ebenso auf realeyz.tv zu sehen, wie Zhang Yimous Meisterwerk „Rote Laterne“, das mit dem Silbernen Löwen in Venedig ausgezeichnet wurde und in China jahrelang verboten war. Dieser Film ist ein Beispiel für zahlreiche eindrucksvolle Filme, die immer wieder aus China kommen und auf den internationalen Festivals große Beachtung und nicht selten auch Preise bekommen.

FrankZ
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