achtung berlin: ANGEL EXPRESS is back in town!

     |    Wednesday, der 9. April 2014

Filmfestivals in Berlin? Da gibt es neben der Berlinale eine ganze Reihe in Berlin. Heute startet mit dem 10. achtung berlin – new berlin film award eins, das Filme zeigt, die in Berlin und Brandenburg produziert wurden. Rund neunzig Filme hat das längst etablierte Festival in seinem Programm, das neben einem Spielfilm-Wettbewerb und einem Dokumentarfilm-Wettbewerb auch eine umfangreiche Retrospektive präsentiert, die „Berlin im Film der 90er Jahre“ als Thema hat.

Filme tragen mitunter dazu bei, das Bild zu prägen, das man sich von einer Stadt macht. ANGEL EXPRESS von RP Kahl ist so ein Film. Er war gewissermaßen Vorreiter von Filmen über das „neue Berlin“ Ende der 90er Jahre, dessen Sound von Techno-Beats durchsetzt war. Als der Film 1998 ins Kino kam, löste er mehrheitlich begeisterte Reaktionen, aber auch kontroverse Reaktionen aus. Mittlerweile genießt der Film längst Kultstatus, gilt als „der Szenefilm schlechthin – nervig und unwiderstehlich“, wie z.B. der Tagesspiegel schrieb. ANGEL EXPRESS  begleitet eine Prostituierte, einen Polizisten, eine Fotografin, ein Model und einen Exzentriker auf ihrem irrlichternden Weg durch die Clubs von Berlin. RP Kahl schrieb 1998 selbst zu seinem Film: „ANGEL EXPRESS ist ein Film über die ruhelose, gierige Suche nach dem ultimativen Erleben, dem nächsten Kick. Und dass dies zwangsläufig immer in die Leere und Einsamkeit führt. Aber diese Kälte ist die einzig wirklich feste Größe im Leben und deshalb ist diese Endlossuche eigentlich das Lebensziel und völlig o.k. Das ist meine Sicht der Dinge. Ob das die Wahrheit ist, weiß ich nicht.“

Ein Jahrzehnt später hat RP Kahl sich daran gemacht, von seinem Film eine Director´s Cut Fassung herzustellen, die er jetzt als eine verbesserte Fassung des Films ansieht. ANGEL EXPRESS sei wahnsinnig schnell entstanden und er habe aus verschiedenen Gründen keine Gelegenheit mehr gehabt, einen Schritt zurück zu treten, um in Ruhe über den Schnitt nachzudenken, sagt der Regisseur in einem ausführlichen Interview zu seinem Film, das morgen, am 10.04.2014, auf „berliner-filmfestivals.de“ erscheinen wird. Als 2011 die Videorechte ausgelaufen waren, sei es der richtige Zeitpunkt gewesen, sich erneut mit dem Material auseinanderzusetzen.

Es gibt jetzt die Möglichkeit, den Film in beiden Fassungen zu erleben: die ursprüngliche Fassung von ANGEL EXPRESS wird in der Retrospektive des 10. achtung berlin – new berlin film award  zweimal gezeigt: am Samstag, 12. April 22:00 Uhr im Babylon Mitte und am Montag, 14. April 22:15 Uhr in den Tilsiter Lichtspielen.

ANGEL EXPRESS erlebt in der Director´s Cut Fassung seine exklusive Web-Premiere hier auf realeyz.tv, wo der Film vom 13.4. bis 16.4.2014  frei und kostenlos zu sehen ist. Aus diesem Anlass hat uns RP Kahl auch das folgende Video-Statement geschickt. Film ab!

FrankZ

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